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Methoden der Vermittlung von Bewegungen
1. Lehrerzentrierte / Therapeutzentrierte Methode
Ein Therapeut erklärt eine Bauchmuskelübung in Rückenlage, macht sie vor, zerlegt sie in das üben von Einzelschritten, verbessert diese nacheinander für die ganze Gruppe und für einzelne.

2. Schülerzentrierte / Patientenzentrierte Methode
Die Patienten finden drei Hürden oder Bänke im Abstand von 6 - 8 m vor und sollen darüberlaufen. Der Therapeut schafft so die organisatorischen Rahmenbedingungen, fordert dadurch zum üben auf. Er verbessert nicht, sondern regt zum Wiederholen und Erproben an. Er fördert Gespräche der Patienten untereinander, stellt die Patientenerfahrung in den Mittelpunkt des Therapiegesprächs.

3. Deduktive Methode
Der Therapeut macht eine übung vor, zeigt einen kleinen Film darüber oder ein Reihenbild, läßt in einer Gruppe einen guten Patienten vormachen und sagt : "das wollen wir heute lernen". Dann baut er eine übungsreihe vom Leichten zum Schweren auf und reiht nach bestem methodischen Wissen einen Lernschritt sorgfältig an den anderen.

4. Induktive Methode
Ein Therapeut der mit Jugendlichen arbeitet möchte den Wurf für die Bewegungsmaßerweiterung und Optimiereung der Schulterbeweglichkeit mit einem Ball beibringen. Er übt zuerst den Zielwurf auf Reifen, Kreise, Tore, Schachteln, Bälle (Treibball). Dann läßt er über einen Baum oder Wall werfen und auch senkrecht in die Höhe. Schließlich stellt er die Aufgabe, den Ball so auf den Boden zu prellen, daß er möglichst hoch zurückspringt. Nun versucht er, vielleicht schon in der dritten Therapieeinheit, an die Hallenwand, an eine Außenmauer etc., werfen zu lassen, so daß die Bälle einen möglichst lauten Ton verursachen und weit zurückspringen. Jetzt erst läßt er auf Weite werfen und begrenzt den Anlauf mit einer Schnur, Latte oder einem Strich.

5. Methode der optimalen Passung
An einer Wand ist in einer bestimmten Höhe ein schräger Strich . Die Patienten sollen Sprungübungen im Anschluß an ein Reha Programm absolvieren. Die Anweisung : "Berühre die Wand nicht unterhalb der Linie", beschreibt eben diese Methode.



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